#steilerabgang

VSStÖ ad Aktionsgemeinschaft WU: Ist korrupter Umgang mit Studierendengeldern der neue Stil der ÖVP-Studierenden?


Nach dem letzten Skandal rund um den Sager eines hochrangigen Funktionärs der Aktionsgemeinschaft (AG), der ihre Pläne zur Abschaffung der ÖH offenlegte, findet die demokratiefeindliche Arbeitsweise der ÖVP-Studierenden nun auch ihren Weg auf die WU. So dürfte mit Studierendengeldern der ÖH die Wahlkampagne der AG unterstützt worden sein.


Mit dem letzten ÖH WU Magazin, dem „Steil“, in dem nach Ansicht des VSStÖ ganz offen für die Liste der Aktionsgemeinschaft Werbung gemacht wurde, sieht man den derzeitigen Vorsitzenden der ÖH WU Lukas Fanninger (AG) auf der Titelseite mit einem Schild „Qualität und Fairness wählen“. Gleichnamig lautet auch der Listename der Aktionsgemeinschaft, nämlich „AktionsGemeinschaft WU – Qualität und Fairness im Studium“. Abgerundet wurde das offizielle ÖH Magazin – welches unabhängig über die Arbeit der ÖH informieren sollte - kurz vor den ÖH Wahlen mit den Wahlforderungen der Aktionsgemeinschaft, haufenweise Fotos des Spitzenkandidaten und einer maßlosen Verwendung oranger Farbe, unter der die Wahlkampagne der AG in Erscheinung tritt.


Als größte Oppositionsfraktion zur absoluten AG-Mehrheit auf der WU ist es die Aufgabe des VSStÖ, jeglichen intransparenten Umgang mit den ÖH-Beiträgen der Studierenden aufzuzeigen. Mit dem letzten Magazin wurde von der AG nicht nur zum wiederholten Male die Grenze zwischen wahlwerbender Fraktion und der ÖH als Institution unkenntlich gemacht. Der Verdacht liegt nahe, dass auch Studierendengelder zur Finanzierung der Wahlkampagne der AG WU missbraucht wurden.


„Als VSStÖ stehen wir für eine offene, freie und eben auch transparente ÖH! Deshalb haben wir diesen Vorfall mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde an die Kontrollkommission der Österreichischen Hochschüler_innenschaft und an das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung weitergeleitet“, so Judith Waltl, Spitzenkandidatin des VSStÖ WU.


Wir fordern eine Stellungnahme der Aktionsgemeinschaft und verlangen den Rückzug von Lukas Fanninger aus allen Funktionen innerhalb der ÖH, bis der Vorfall vollständig aufgeklärt worden ist.